Gestern wurde das Prinzenschild feierlich an der Prinzenresidenz in Sudhagen angebracht. Im Anschluss begab sich die Karnevalsgesellschaft zum traditionellen Prinzenwiegen in die Gaststätte „Zur alten Heide“, einem festen Bestandteil der närrischen Saison.
Ins Leben gerufen wurde das Prinzenwiegen im Jahr 1990 und wurde somit erstmalig in der Amtszeit von Ludger und Moni Klocke durchgeführt. Von Beginn an stand Klaus Schröder dem Event als Gönner zur Seite. Der Karneval liegt ihm sprichwörtlich im Blut: Auch seine Frau Reinhild ist begeisterte Karnevalistin und war über viele Jahre im Salzkottner Karnevalsgeschehen aktiv .
Insgesamt fand das Prinzenwiegen stolze 35 Mal statt – lediglich während der Corona-Pandemie musste die liebgewonnene Tradition pausieren. Ab dem zweiten Jahr stellte die Familie Schlenger die Dezimalwaage zur Verfügung. Über all die Jahre hinweg fungierte Josef Schlenger, unterstützt von seiner Frau Ele, als Wiegemeister. Unter den wachsamen Augen von Klaus Schröder und Josef Schlenger wurde das jeweilige Prinzenpaar traditionell gegen Bier aufgewogen.
Wie viel das Prinzenpaar Janine „die Ehrliche“ und Thomas „der Geduldige“ letztlich auf die Waage gebracht hat, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Es sei nur so viel gesagt: Die Kehlen des Elferrats dürften über die gesamte Session hinweg bestens geölt sein. Beim traditionellen Tippspiel bewies Elferratsmitglied Christian Wieneke das beste Gespür – sein Tipp lag dem tatsächlichen Gewicht am nächsten, sodass er sich den Pott sichern konnte. Ehrenwerterweise behielt er den Gewinn jedoch nicht für sich, sondern spendierte den anwesenden Gästen kurzerhand kühle Getränke.
Mit dem Eintritt von Klaus Schröder in den Ruhestand geht nun eine Ära zu Ende: Zum 35. Jubiläum fand das Prinzenwiegen letztmalig unter seiner Schirmherrschaft statt. Die Hoffnung bleibt, einen neuen Sponsor für dieses einzigartige karnevalistische Ereignis zu finden, damit die Tradition fortgeführt werden kann.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Klaus Schröder für sein jahrzehntelanges Engagement und seine großzügige Unterstützung bedanken. Ohne ihn wäre das Prinzenwiegen nicht das geworden, was es heute ist!
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